Die Geldfalle/Zusammenfassung und Ausblick

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Spätestens jetzt sollten Sie gemerkt haben, dass dieses Buch auch einen Weg zu finanzieller Freiheit zeigt.

Auf unserer Reise durch die Geschichte des Geldes haben wir gesehen, dass es immer eine Art stillschweigendes Privileg der Obrigkeit war, das Volk mit Geld zu betrügen. Über viele Jahrhunderte wurde dies mit dem simplen Trick gemacht, dass weniger Edelmetall in den Münzen drin war, als drauf stand. Erst im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts, mit der zunehmenden Verbreitung von Kreditgeld und Papiergeld, wurde diese „heimtückische Enteignung“, wie Alan Greenspan es nennt, immer raffinierter betrieben. Vor etwa 30 Jahren wurde dann schließlich ein atemraubendes, weltweites Experiment gestartet, mit reinem Zaubergeld sogenanntem „fiat money“. Unser Geldsystem ist heute ausschließlich auf „fiat money“ aufgebaut.

Fiat money ist Geld, das von Banken und Zentralbanken erzeugt wird, ohne selbst Leistung zu erbringen. Es wird auch keine zukünftige Leistung für das erzeugte Geld versprochen. Vielmehr müssen alle Anderen, also die Gesellschaft für diese Papierzettel oder das erzeugte Buchgeld, Leistung erbringen. Man behauptet einfach, das Geld sei durch das Bruttosozialprodukt „gedeckt“. Die konkrete Leistung, die mit dem erzeugten Geld verbunden sein soll, wird gar nicht mehr definiert, eine Umtauschverpflichtung von Seiten der Gelderzeuger in reale Güter besteht nicht mehr. Der Londoner Economist nennt dieses Geld confetti money, der ehemalige Bundesbankpräsident Schlesinger nennt es Ersatzgeld. Legales Falschgeld ist wohl die beste deutsche Übersetzung dafür. Die meisten Menschen aber wissen gar nichts von diesem Experiment. Sie befassen sich nicht damit und überlassen das Thema den „Experten“. Voraussetzung für den Triumpf des fiat money war, dass Gold und Silber ihrer Geldfunktion entkleidet wurden. In den Köpfen der Menschen durfte Gold und Silber kein Geld mehr sein. Nur dadurch war es möglich, ungedecktes Geld zu installieren, für das kein konkreter Schuldinhalt mehr definiert wird, und das nur noch mit neuen, undefinierten Zukunftsversprechen eingelöst wird. Kein Geringerer als Alan Greenspan hat uns erklärt, warum das notwendig war, wie es gemacht wurde und warum es heimtückisch ist.

Die Menschen sparen durch Konsumverzicht, um für ihre Zukunft im Alter vorzusorgen. Wenn sie Jahre später Geldersparnisse in reale Güter (Wohnung, Kleidung, Nahrung etc.) umtauschen wollen, merken sie, dass sie weniger Güter bekommen als sie erspart haben, weil Andere die Güter verbraucht und dafür gleichsam Falschgeld ins Sparschwein gelegt haben. Neben den Banken ist es in erster Linie der Staat, der sich über diesen Prozess Güter aneignet. Der Prozess wird etwas mysteriös als Inflation bezeichnet und zur Irreführung den Kaufleuten, den Ölscheichs und den Gewerkschaften angelastet, welche die Güterpreise, die Ölpreise und die Löhne hochtreiben. Inflation wie Deflation wird aber nur und ausschließlich durch die staatlich sanktionierte Falschgelderzeugung von Banken und Zentralbanken bewirkt, und zwar unter dem falschen Vorwand, dass die Geldmenge reguliert werden müsse. Die Geldmenge muss aber, wie wir gesehen haben, genauso wenig reguliert werden, wie etwa das Metermaß.

Unser heutiges Falschgeldsystem ist noch sehr jung. Erst seit 1971, mit der Lösung des Dollar vom Gold, gibt es ein weltweites System, das ausschliesslich auf Falschgeld aufgebaut ist. Dieses Geldsystem verfügt über einen eingebauten Selbstzerstörungsmechanismus, weil es immer verzinst werden muss, im Gegensatz zu Gold und Silber, die als Geld keine Schuld sind. Dadurch entsteht ein Zwang, immer schneller, immer mehr Falschgeld zu produzieren, - die Geldfalle. Man kann sich das wie einen riesigen Staudamm vorstellen, in dessen Becken immer mehr Falschgeld gepumpt wird und dessen Mauern jetzt zu brechen drohen. Das Falschgeld in dem Staubecken sind die riesigen Schulden und das riesige Geldvermögen zugleich. Wenn der Damm bricht, verschwinden die Schulden, aber auch das Geldvermögen.

Diesen Dammbruch um jeden Preis zu verhindern, ist jetzt das Hauptproblem von Alan Greenspan und seinen Kollegen bei den Zentralbanken, aber man hat dafür nur ein einziges Mittel, wie wir gesehen haben - noch mehr Falschgeld. Der einzige Weg, den die großen Starökonomen von Krugman bis Friedman jetzt sehen und empfehlen, ist eine rasche Reflationierung - eine Ruck-Zuck-Inflation - um so den Druck aus dem Staudamm zu nehmen, weil dabei Schulden und Geldvermögen zugleich wertloser werden. Am sichersten kann man eine solche Reflationierung über steigende Ölpreise herbeiführen, und so den deflatorischen Kollaps (vielleicht) vermeiden.

Im Laufe dieses Reflationierungsprozesses werden sich die Menschen wieder darauf besinnen, was Geld eigentlich ist, und sie werden erneut wieder Gold und Silber als Geld entdecken. Weltweit kommt es jetzt zu einer allmählichen Remonetisierung von Gold und Silber. In Ländern wie Russland, China, Indien und den arabischen Staaten wird, wie wir gesehen haben, zunehmend versucht, sich vom Dollar als Leitwährung unabhängig zu machen, und die eigene Währung wieder auf Gold und Silber zu gründen. Selbst der Euro wird vorsichtig mit Gold zu Marktpreisen unterlegt.

Der Grund für eine solche, eigentlich überraschende, Entwicklung ist wohl die Tatsache, dass die Menschen bei einem Geldsystem, das auf Gold und Silber gegründet ist, auf über 6000 Jahre Erfahrung zurückgreifen können. Man weiß, dass es funktioniert, während wir mit fiat money noch kaum Erfahrungen haben, ausser der, dass alle Versuche damit bisher gescheitert sind. Die meisten Menschen halten allerdings eine Remonetisierung von Gold und Silber heute noch für völlig utopisch, weshalb die Märkte von einer solchen Entwicklung wohl auch völlig überrascht werden. Der Silberpreis könnte dabei besonders stark steigen, wie wir gesehen haben.

Daneben konnten wir noch eine andere Entwicklung beobachten. Die Menschen entdecken zunehmend wieder, dass sie sich selbst wechselseitig Kredit einräumen können, dass man dazu weder Staat noch Banken braucht. Durch das Internet wird dieser Prozess beschleunigt, wobei zunehmend Tauschringe und Kreditgemeinschaften im Internet entstehen. Auch große internationale Unternehmen entdecken jetzt, dass man mit dem Internet, genauso wie es früher gemacht wurde, gedecktes, privates Geld selbst machen kann, dass man dazu ebenfalls weder Staat noch Banken braucht, die ja ohnehin nur schlechtes Geld, nämlich Falschgeld, gegen Zins verleihen.

Staat und Banken werden ihr System aber verteidigen und solange wie möglich versuchen zu verhindern, dass der Preis für Gold und Silber steigt, dass Gold und Silber wieder zu privatem Geld werden. Wir haben gesehen, wie mit sehr raffinierten Methoden jetzt wieder ein regelrechter Kampf gegen Gold und Silber geführt wird. Gleichwohl kann sich der Privatmann wohl am besten vor einem Dammbruch schützen, indem er Falschgeld gegen Gold und Silber tauscht.

Das Internet eröffnet jetzt die reale Möglichkeit, einen Prozess zurück zu gutem Geld in Gang zu bringen. Die Tatsache, dass selbst Alan Greenspan sich dafür ausspricht, diese Entwicklung von seiten der Behörden zumindest nicht zu behindern, legt die Vermutung nahe, dass auch die obersten Geldbehörden nach alternativen Wegen aus der Misere suchen. Weltweit haben sich bereits Gruppen gebildet, die privates Geld erzeugen. Über die Internetadresse: http://www.e-gold.com kann man bereits schon wieder weltweit mit Gold und Silber verrechnen und bezahlen.

Lassen Sie mich zum Schluß noch einmal den zwiespältigen Gedanken aufnehmen, aus der Eingangs erzählten Geschichte: „Das falsche Geldstück“ von Baudelaire, nämlich der Vorstellung, dass man mit Falschgeld wohltätig sein könne. Vor ca 150 Jahren sprach der französische Ökonom und Philosoph Frédéric Bastiat von einem:... „außer uns selbst befindlichen, höchst wohltätigen und unerschöpflichen Wesen, welches sich Staat nennt und welches zugleich Brot für alle Hungrigen, Arbeit für alle Hände, Kapital für alle Unternehmungen, Kredit für alle Projekte, Linderung für alle Leiden, Rat für alle Ratlosigkeit, Lösung für alle Zweifel, Wahrheit für alle Bedenken, Zerstreuung für alle Langweile, Milch für die Kinder und Wein für die Alten hat - welches für all unsere Bedürfnisse sorgt, alle unsere Wünsche befriedigt, über alles Auskunft gibt, alle Irrtümer, alle Fehler beseitigt und uns entbindet von jeder Verpflichtung der Selbsthilfe, der Selbstverantwortlichkeit, der Vorsicht, der Klugheit, des Urteils, des Scharfsinns, der Erfahrung, der Ordnung, der Sparsamkeit, der Mäßigung und des Fleißes“ Dieses wohltätige Wesen - der Nuckelstaat - entfaltet seine Kraft heute mittels Falschgeld, das er gemeinsam mit Banken und Zentralbanken erzeugt.

Dr. Alfred Boss vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel zitiert diese hübsche Passage von Bastiat in einem Aufsatz über Staatssubventionen im Unternehmermagazin und fügt dann an: „Es gilt Abschied zu nehmen, von der Vorstellung, dass es dieses Wesen gibt. Es gilt verstärkt der Eigenverantwortung und dem Wettbewerb zu vertrauen“. Dies gilt auch für Geld.

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