Fettsäuren

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Gamma-Linolensäure

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Gamma-Linolensäure (18:3), in der Literatur oft kurz GLA genannt, ist eine dreifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure. Sie wird in jedem tierischen und menschlichen Organismus aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure synthetisiert oder direkt über die Nahrung aufgenommen. Die Gamma-Linolensäure ist Vorläufer der Dihomogammalinolensäure und der Arachidonsäure und somit Grundstoff zur Erzeugung sowohl der "guten" Serie-1 wie der "bösen" Serie-2 Eicosanoide.

Die Einnahme von Gamma-Linolensäure (zum Beispiel aus Nachtkerzenöl, Hanföl) oder Granatäpfeln (als Saft, Kapseln oder natürliche Frucht) kann entzündliche Vorgänge im Körper günstig beeinflussen.

Folgende Lebensmitteln sind gute Quellen von Gammalinolensäure:

  • Granatapfelsamenöl (ca. 60 %)
  • Borretschöl (ca. 20 %)
  • Nachtkerzensamenöl (ca. 10 %)
  • Hanföl (ca. 3 %)


Docosahexaensäure

Docosahexaensäure (DHA) ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure. Sie gehört der Klasse der Omega-3-Fettsäuren an.

Docosahexaensäure hat wichtige Stoffwechselfunktionen inne. Als Fettsäurekomponente von Phospholipiden ist sie integraler Bestandteil von Membranen, vor allem der Nervenzellen. So findet sich Docosahexaensäure insbesondere im Hirn und in der Retina angereichert. Sie ist Ausgangsstoff der Biosynthese von Docosatrienen, Resolvinen und Neuroprotectinen (sogenannte Docosanoide).

Ihre Biosynthese im tierischen Organismus erfolgt ausgehend von der essentiellen Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure über die für den Stoffwechsel ebenfalls bedeutsame Eicosapentaensäure, allerdings nur in geringem Umfang. Alter, Krankheiten und Stress genauso wie eine übermässige Aufnahme an omega-6 Fettsäuren (Maiskeimöl, Sonnenblumenöl etc) beeinträchtigen zusätzlich noch die Umwandlung in Docosahexaensäure. Der regelmäßige Genuss zum Beispiel fetter Seefische verbessert die Versorgung mit diesen Omega-3-Fettsäuren.

Da die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren und insbesondere von Docosahexaensäure in Europa deutlich unter den Empfehlungen liegt, wird DHA seit einigen Jahren in Form von Kapseln sowie mit Docosahexaensäure angereicherten Lebensmitteln angeboten. Zur Herstellung der Docosahexaensäure gibt es zwei derzeit industriell genutzte Möglichkeiten: die Aufarbeitung von Fischölen aus Fischabfällen fetter Seefische (enthalten auch angereicherte lipophile Schadstoffe) und die biotechnologische Gewinnung durch Züchtung Docosahexaensäure bildender mikroskopischer Algen. Auch Fische können diese Fettsäure nicht selbst herstellen, sondern akkumulieren sie durch die Aufnahme von docosahexaensäure-haltigen Mikroalgen und Plankton.

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